…über die Leidenschaft

 

Ich werde immer wieder gefragt, was es denn ist, dass mich antreibt, nachts in die Wälder zu ziehen und auf Berge zu steigen, zu einer Uhrzeit, wenn andere Meschen zu Bett gehen, oder noch nicht mal ans aufstehen denken. Alles nur um ein paar Fotos zu schießen?

Ja, zugegebenermaßen klingt dies schon ein wenig verrückt. Aber wer einmal die Faszination der Stille der nächtlichen Wälder erfahren, den fast mystischen Zauber des Mondlichts über den Bergen, das Sternenfeuer einer klaren Nacht, und das Farbspiel der aufgehenden Sonne über den Nebeln der Täler erlebt hat, …dem fällt es schwer wieder davon loszukommen.

Mit meinen Bildern versuche ich diese Eindrücke festzuhalten. Zum einen tue ich dies für mich, aber auch um Andere an diesen Augenblicken, die schon Geschichte sind nachdem der Auslöser betätigt wurde, teilhaben zu lassen.

Landschaftsfotografie, oder das Fotografieren an sich, bedeutet für mich nicht nur das bloße betätigen eines Auslösers. Ich denke, es fördert auch eine andere Sicht auf unsere Welt, auf das Schöne das uns umgibt, und an dem wir so oft achtlos vorübergehen. Wir halten vieles für selbstverständlich, und vergessen dabei völlig was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Die Erfahrung die ich beim Fotografieren gemacht habe ist, dass ich meine Umwelt bewusster wahr nehme, … Es ist auch ein zur Ruhe kommen, eine Entschleunigung in einer sich subjektiv, immer schneller drehenden und verändernden Welt.

Obwohl ich schon lange fotografiere, fühle ich mich doch erst am Anfang des Weges stehen. Es gibt noch so vieles zu lernen, …aber ich hoffe meine Bilder gefallen euch trotzdem…